Juchuu! 30 Jahre NOWAK am 16.Juni im ORPHEUM Wien

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Kritik Wiener Zeitung:

Endlich. Nach 30 Jahren ist es endlich soweit: Reinhard Nowak hat endlich einen Preis gewonnen. Seinen allerersten. Und dann auch gleich den renommierten Farkas-Waldbrunn-Preis. So beginnt das neue Programm des Schauspielers und Kabarettisten, und der Titel "JUCHUU! 30 Jahre NOWAK" sagt eigentlich eh schon alles. Denn Nowak nimmt diesen (fiktiven) Kabarettpreis zum Anlass, seine bisherige Karriere Revue passieren zu lassen. Und nach 30 Jahren gibt es natürlich viel zu erzählen, auch wenn sie sich quasi nur "zwischen Wien und Wörgl" abgespielt haben. Eine Weltkarriere war es also nicht.

Und trotzdem wirkt der Mann, der in ORF-Produktionen schon gewohnheitsmäßig auf Verlierertypen gebucht zu sein scheint, überhaupt nicht unzufrieden, wenn er zurückblickt. Freilich, zwischen den geschätzten 1300 Frühstückskaffees in irgendwelchen Hotels und den gezählten 17 Malen, in denen er sich das Kreuz auf einer Zwei-Sterne-Matratze verrissen hat, gab es zahlreiche Niederlagen für Nowak. Die erste war sein Einstand als Bühnenkomparse. Wie er diese Anekdote erzählt, die mit der Rache des Statisten an den Josefstadt-Stars endet, das hat schon was (und wenn sie nicht wahr ist, so ist sie gut erfunden). So wie auch die anderen Rückschaumomente tragikomisches zu bieten haben. Vor allem schwelgt Nowak in Erinnerungen an seine bisherigen Programme und schauspielerischen Engagement, von "Muttertag" bis zum "original fidelen Fritzl".

Dabei gibt es neben nicht ganz ernst gemeinten Überlegungen - "Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich bei meinem Bühnenstrip in der Jugendband auch die Unterhose ausgezogen hätte?" - auch sehr persönliche Einblicke. Und die Erkenntnis, dass es zwar sehr lustig ist, mit dem eigenen Promistatus zu kokettieren, dass aber das Künstlerleben durchaus auch ein recht hartes sein kann, mit Drugs & Rock’n’Roll, aber ohne Sex. Fazit: Wer sich nach 30 Jahren Reinhard Nowak ein Best-of gewünscht hat, bekommt es jetzt serviert.
Von Mathias Ziegler + Moritz Ziegler

PRESSETEXT:

Das siebente Kabarettprogramm! Ein Jubel- oder gar ein Jubiläumsprogramm?

Nein, nicht nur! Nowak blickt zurück, eine Zeitreise zu seinen Anfängen! Wie war sein erstes Mal? Auf der Bühne natürlich, das andere will, glaub ich, keiner wissen! Stimmen die Gerüchte, dass Nowak sich bei seinem ersten Bühnenauftritt ganz ausgezogen hat und dutzende Mädels die Bühne gestürmt haben? Wie kam es dazu, dass Nowak ausgerechnet Kabarettist wurde? Ist Schauspieler sein wirklich so ein toller Beruf? Wie war es, gemeinsam mit Helmut Qualtinger auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen? Wie merkt man sich den ganzen Text? Was geschah damals im Jahr 1984 tatsächlich im Theater in der Josefstadt? Wie wurde Nowak mit den ganzen Groupies fertig? Warum gibt es kaum Schauspieler, die größer als 172cm sind?

Und wieso lässt er in letzter Zeit dauernd sein Hosentürl offen? Und warum hat Nowak noch nie einen Preis bekommen?

Diesen und vielen anderen Fragen versucht Nowak, schonungslos auf den Grund zu gehen! Die eigentliche Sensation ist aber: Erstmals werden auch Ausschnitte seiner früheren Programme gezeigt, und nicht nur die besten! Lassen Sie sich überraschen, es wird viel zu Lachen geben! Es werden aber auch zum Teil schockierende Wahrheiten preisgegeben, die nichts für schwache Nerven sind!

Regie: Leo Bauer, Co-Autor: Robert Mohor

Wer etwas in der Kabarett- oder Theaterszene auf sich hält, hat einen Preis, oder mehrere am Kaminsims stehen.

Jetzt hat Nowak keinen Kaminsims, aber er hätt halt auch gerne einen Preis.
Und siehe da: er ist der diesjährige Preisträger des renommierten „Farkas/Waldbrunn“- Preises.

Und wie es sich gehört bei so einer Preisverleihung, muss allen gedankt werden, die die Verleihung nicht verhindern konnten.
Also beginnt Nowak die letzten 30 Jahre Revue passieren zu lassen. 30 Jahre die ihn dorthin geführt haben, wo er jetzt steht. Auf der Bühne. Mit einem Preis!
Er erinnert sich wie alles begann. An sein erstes Mal... künstlerisch natürlich. Gefolgt von seinen sagenumwobenen Auftritten in der Josefstadt. Denn noch heute fragen sich die Schauspielschüler im ganzen Land: Welche Rolle hat der Nowak beim großen Theaterskandal gespielt? An diesem Abend erfahren wir es von ihm höchst persönlich.
Oder, als er mit dem legendären Helmut Qualtinger nicht nur die Bretter die die Welt bedeuten teilte, sondern auch das eine oder andere Glas Bier.

Stimmt es, dass alle Schauspieler Groupies haben? Und wenn ja: was macht man mit denen? Nowak hat es erfahren und teilt sein Wissen schonungslos mit uns.
Denn nichts ist schockierender für uns als Zuseher, als aus berufenem Munde zu erfahren, wie es wirklich zugeht hinter den Kulissen, zwischen den Kostümen, oder in der Theater-Kantine.
Aber wie immer bei solchen Anlässen werden auch die intimsten Geheimnisse preisgegeben.
Zum Beispiel: Wie merkt sich der Nowak so viel Text? Interessiert? Kommen sie zur Preisverleihung.

Oder wenn Sie schon immer wissen wollten, warum es keine Schauspieler, also keine guten, gibt, die größer sind als 172 cm. Kommen sie zur Preisverleihung. Übrigens Nowak ist 172cm. Merken sie was?

Andere schreiben Biografien. Nowak spielt und erzählt seine. Kein Auge bleibt trocken, keiner der unzähligen Kollegen unerwähnt und keine Facette seines kabarettistischen Schaffens unbeleuchtet.

Denn erstmals werden der staunenden Öffentlichkeit auch denkwürdige Ausschnitte aus seinen vergangenen Programme gezeigt. Und nicht nur die Besten...
An diesem Abend dankt Reinhard Nowak besonders... eigentlich eh allen! Vor allem Ihnen, wenn sie erscheinen.

 

 

 Reinhard Nowak Mama

Mama ist nicht nur eine witzige Reise durch die Kindheits- und Jugenderinnerungen von Reinhard Nowak, sondern er nimmt auch die unterschiedlichen Erziehungsmethoden und Rollenverteilungen aufs Korn. Auf deftige Sager muss trotzdem nicht verzichtet werden und die Pointendichte ist wie üblich sehr hoch. Damit hat er das Publikum sofort auf seiner Seite und sorgt für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend, bei dem kein Auge trocken bleibt. (Klein&Kunst)

Kabarett: Reinhard Nowak: Mama

Wenn die Mama das hört . . .

Von Mathias Ziegler - Wiener Zeitung.at

Der Kabarettist Reinhard Nowak ist muttergeschädigt – das gibt er unumwunden zu in seinem neuen Programm "Mama". Und weil er als Sohn genug gelitten hat, schlägt er jetzt zurück. Er zählt seine Kindheitstraumata auf: Peter Alexander und ein Verkehrsunfall während der Schwangerschaft; elendslange Wanderungen und Schaufensterschauen am Sonntag; zu wenig Spielzeug; Bloßstellungen durch die Mutter; grausliches Hirn mit Ei.
Und natürlich quält ihn die Frage: "Was schenk ich der Mama zum Siebziger?" Sie will ja nix. Aber wehe, man schenkt ihr nix. Und zufrieden ist sie auch mit nix. Und stur ist sie sowieso. Na, sind das nur Klischees? Oder erkennen Sie Ihre eigene Mutter doch ein bisschen wieder?

So, wie der Kabarettist an diesem Abend über seine Mutter herzieht, kann man für die Familie Nowak nur hoffen, dass alles gut erfunden und die Mutter eingeweiht ist. Auch wenn er mehrmals betont, "dass die Mama das niemals hören darf, was ich da erzähl". Zum Beispiel pubertäre Erinnerungen an weibliche Schambehaarung, Dr. Sommer, den fatalen ersten Kuss und die Tierporno-Bilder, die eines Tages im Klassenzimmer aufgetaucht sind. Keine leichte Kost, die Nowak da serviert, und oft auch ein bissl grauslich. "Jetzt wissen Sie", sagt er am Ende, "warum ich das Programm meiner Mutter nicht zumuten kann." Dafür allen anderen Kabarettbesuchern umso mehr.

Seit Jahren zählt Reinhard Nowak zur fixen Größe im österreichischen Kabarett und bringt das Publikum mit den Alltäglichkeiten des Lebens zum Schmunzeln. Das trifft auch auf sein aktuelles Programm „Mama“ zu, in dem er die Veränderungen der Mutterrolle im Laufe der Zeit und die Beziehung zu seiner Mutter im Speziellen unter die Lupe nimmt.

Was auch ein Grund dafür ist, warum seine Mutter keinesfalls – wirklich unter keinen Umständen! - zuschauen darf. Das und viele – bisher geheime – Jugendsünden. Und natürlich die Tatsache, dass es sich eigentlich um ein öffentliches Brainstorming zum Thema „Was soll ich meiner Mutter zum 70. Geburtstag schenken“ handelt. Ideen hat Reinhard Nowak viele: Vom Geschenkskorb, der Seniorentüte mit dem 70er-Schildchen, bis zum erlesenen Kochbuch. Denn dann wäre endlich Schluss mit dem gewöhnungsbedürftigen Essen Marke „Schmecken muss es ja nicht - Hauptsache billig“.

Hauptsache billig war generell das Kredo der Familie Nowak. Statt Besuche im Prater und Tapire in Schönbrunn, gab es Wanderungen bei jedem Wetter und die öffentliche Nutria-Anlage in Neuwaldegg. Freizeitbeschäftigungen, die bei ihm heute noch Aversionen auslösen. Genauso wie die spannenden Schaufensterbummel am Sonntag, wo natürlich alle Läden geschlossen hatten.

Aber er hat auch schöne Erinnerungen wie zum Beispiel Theaterbesuche. Obwohl Reinhard Nowak dann als einziges Theatererlebnis nur jenes einfällt, bei dem sich sein Hintermann in seinen Nacken übergeben hatte und er nach tumultartigen Szenen Hals über Kopf mit seiner Mutter aus dem Theater flüchten musste.

Womit ein Theaterabonnement als Geburtstagsgeschenk auch nicht mehr in Frage kommt. Doch letztendlich hat er die zündende Idee: Als perfekte Kopie eines Schlagerstars gibt er einen selbst komponierten Schlager zum Besten. Sehr zum Gefallen seiner Mutter und besonders für die Lachmuskeln des Publikums.

„Mama“ ist nicht nur eine witzige Reise durch die Kindheits- und Jugenderinnerungen von Reinhard Nowak, sondern er nimmt auch die unterschiedlichen Erziehungsmethoden und Rollenverteilungen aufs Korn. Auf deftige Sager muss trotzdem nicht verzichtet werden und die Pointendichte ist wie üblich sehr hoch. Damit hat er das Publikum sofort auf seiner Seite und sorgt für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend, bei dem kein Auge trocken bleibt.

Sabine Brozek für Klein&Kunst Onlein

 

 

Fotos

3. Voraufführung in Fischamend (Foto: Richard Schuh)na da fliegen die Höschen  (Foto: Richard Schuh)

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